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Inhaltsangabe
1 -Geographische Lage
2 -Wirtschaftliche Situation der Region
3 -Art und Größe des geplanten Hafens
4 -Eine Freihandelszone?
5 -Wer profitiert von einem Container-umschlaghafen?
6 -Reaktionen
7 -Chronologische Übersicht
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Der griechische Minister für Handelsschiffahrt Manolis Kefalogiannis plant, Griechenland zum Zentrum des Containerumschlags im Mittelmeer zu machen.
Dazu fordert er alle "Großen Spieler" der Weltökonomie auf, in Griechenland zu investieren.
Neben Erweiterungen bestehender Häfen ist auch ein neuer Containerumschlaghafen für bis zu 2 Millionen Container jährlich an der Südküste von Kreta (Timbaki) geplant.

Die vorliegende Webseite ist eine Initiative von Bürgern, die wegen dieses Projekts besorgt sind. Wir denken, dass es die Region und ihre Bewohner nicht fördert, sondern in allen Lebensbereichen beeinträchtigt: ökonomisch, landschaftlich und kulturell. Es wird die Lebensqualität der Region verschlechtern.
Unser erstes Ziel ist es, möglichst viele objektive Informationen zum Thema zu sammeln und weiter zu geben. Die hier zur Verfügung gestellten Informationen stammen aus verschiedenen verfügbaren Quellen, vor allem Zeitungen. Für die Zuverlässigkeit der Quellen können wir nicht garantieren. Da es nur sehr spärliche offizielle Informationen gibt, sind wir auf die Veröffentlichungen der Medien angewiesen.
Falls Sie weitere Informationen haben oder unzutreffende Informationen auf dieser Internetseite feststellen, scheuen Sie sich bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind für alle Korrekturen und Ergänzungen dankbar.




1 - Geographische Lage

Die Stadt Timbaki liegt in einer nach Westen orientierten Bucht an der Südküste Kretas, der größten griechischen Insel im südöstlichen Mittelmeer. Somit liegt die Insel auf dem Schiffahrtsweg, den die Containerschiffe nehmen müssen, um die Waren aus Fernost in den Mittelmeerraum und nach West- und Ost-Europa zu bringen. Zur Zeit fahren diese Schiffe, nachdem sie den Suez-Kanal passiert haben, weiter zu anderen Häfen Afrikas oder Europas, manche bis Rotterdam oder Hamburg. Sie können von der Südküste Kretas schon jetzt am Horizont gesehen werden.
Seit Beginn des Projekts wurde die ideale Lage Kretas für den Bau eines Umschlaghafens von Herrn Li Kelin, Vorsitzender der China Shipping Group und Präsident der CSCL1, hervorgehoben ([Quellen klick hier]): ein Umschlaghafen auf Kreta würde die weitere Verschiffung der Waren Richtung östliches Mittelmeer, Schwarzes Meer und die Adria ermöglichen, weil - so ein Zeitungszitat - "die Nachfrage nach Containern im Mittelmeer sehr schnell wächst".
Die Region um Timbaki, auch bekannt als Messara ist eine sehr fruchtbare Ebene, die zwischen zwei Gebirgsketten liegt (daher der Name Mesa Oria - Zwischen den Bergen). An der Küste bildet die Ebene eine große Sandbucht, mit einer Länge von mehr als 10 km. Sie ist eine der wenigen großen Ebenen der Insel. Die Stadt Timbaki liegt von dort einen Kilometer landeinwärts.
Das vorgesehene Hafengebiete ([Quellenangabe: Patris]) besteht aus zwei Gebieten:
1 - dem Militärflughafen Timbaki, der während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg entstandenen ist (dessen zivilen Nutzung seit Beginn des Projekt beabsichtigt ist, s. Chronologische Übersicht). Einige hundert Meter weiter südlich befinden sich die touristisch genutzten Strände Kalamaki und Kommos.
Der letztere ist bekannt durch bedeutende Ausgrabungen eines minoischen Hafengebiets und einer späteren hellenisch-römischen Ansiedlung (noch nicht öffentlich zugänglich, da die Ausgrabungen noch nicht abgeschlossen sind).
2 – das zweite Gebiet befindet sich, nach Zeitungsberichten,1,5 Kilometer weiter westlich (Nea Kriti 17.08.06). Das Gebiet nördlich des Militärflughafens ist sandig und wird in Richtung Agia Galini anschließend felsig. Dazwischen befindet sich eine neue Strandpromenade, genannt „Kataliki“, die mittlerweile als Naherholungsgebiet von der einheimischen Bevölkerung genutzt wird, sowie der kleine Hafen von Kokkinos Pirgos. Seit Mai 2006 befinden sich an dieser Promenade Schilder der Gemeinde Timbaki, die in drei Sprachen darauf hinweisen, dass das Gebiet durch die Richtlinie NATURA 2000  geschützt ist. Nach der Richtlinie NATURA 2000 (GR4310004, GR4310012, GR4310007), ist das gesamte Gebiet von Agiofarango bis Kokkinos Pirgos als Nestplätze der Meeresschildkröte (Caretta caretta) geschützt.


Nach dem Treffen, zwischen Herrn Kefalogiannis und lokalen Bürgermeistern und anderen Offiziellen, Samstag, den 4. November 2006 in Heraklion; wurde die Lage des Hafens in der lokalen Zeitung [Antilalos, 7. November 2006] veröffentlicht. Um diesen Plan zu sehen, klick auf die Grafik in der Sektion [Art und Größe des geplanten Hafens] oder [YEN, 10. November 2006]. Nach der neuen Planung, soll der Hafen jetzt weiter westlich zwischen Kokkinos Pirgos und Agia Galini entstehen.
Diese Änderung scheint eine Konsequenz aus der Antwort der Europäischen Kommission auf die [Schriftliche Anfrage P-3975/06] des EU-Abgeordneten Manolis Arnaoutakis zu sein, weil jetzt Herr Kefalogiannis erklärt, dass dieses Gebiet ausserhalb der durch NATURA 2000 geschützten Bereiche liegt.



2 - Wirtschaftliche Situation der Region

Zur Zeit bilden vier Tätigkeitsfelder die wirtschaftliche Grundlage der Messara–Ebene: Landwirtschaft und Fischerei, Tourismus und Dienstleistungen.
Am Fuße des höchsten Gebirges Kretas wird die Ebene durch die winterlichen Schneefälle bewässert; in Verbindung mit dem warmen Klima ist die Messara-Ebene eine der fruchtbarsten Regionen Griechenlands. Obst und Gemüse werden (vor allem in Gewächshäusern) angebaut und zumeist von Heraklion nach Athen und auch weiter ins Ausland exportiert.
Der Tourismus bildet ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle, da dieses Gebiet vielen Bedürfnissen entspricht: ideales Klima, wundervolle Strände und einmalige Landschaftsstreifen am Meer und in den Bergen.
Bis jetzt zeichnet sich der Tourismus dieser Region dadurch aus, dass er familiär und umweltfreundlich geblieben ist, sodass viele Touristen sehr regelmäßig jährlich kommen, manchmal schon seit dreißig Jahren. Es gibt keine großen Hotelanlagen: lediglich Restaurants und Zimmervermietungen, die von Familien betrieben werden. Allerdings ist es wichtig anzumerken, dass ein Rückgang im Tourismus festzustellen ist, der der Bevölkerung Sorgen bereitet.
Weiterhin zeichnet sich diese Region durch ein kulturelles Erbe aus, das zurück reicht bis zur minoischen Kultur (die älteste europäische Zivilisation), und darüber hinaus Vermächtnisse römischer, byzantinischer, venezianischer und türkischer Epochen aufweist.
Ein drittes wirtschaftliches Tätigkeitsfeld bilden die Dienstleistungen (Bauwesen, Schulen, Gesundheitswesen, Gütertransport, mittlere Betriebe, Handel, etc.), welches aus den zuvor genannten Einkommensquellen erwächst.
Doch haben viele Leute der Region zwei Einkommensquellen, zum einen im touristischen Bereich und zum anderen in der Landwirtschaft oder den Dienstleistungen.
In Bezug auf die Planung eines Hafens ist festzustellen, dass die Idee eines neuen Hafens im Süden Kretas, zuerst „Pforte des Südens“ (Πύλη του Νότου) genannt, schon seit einigen Jahren in den Lokalzeitungen thematisiert wird. Tatsächlich hat die Südküste, im Vergleich zur Nordküste, keinen bedeutenden Hafen und wirkt irgendwie vernachlässigt. Besonders in der Messara-Ebene, die ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum bildet, wurde die Frage nach einem Handelshafen oft gestellt, wodurch das Bedürfnis der Bewohner, die Entwicklung des Gebiets voranzutreiben, zum Ausdruck gebracht wird: der Wunsch nach solch einem Hafen im Süden Kretas wurde auch durch die Hoffnung verstärkt, dass dessen Verwirklichung eine weiterreichende Entwicklung auslöse, z.B. den Bau einer neuen Straße, die die Messara mit Heraklion verbindet (diese Straße war schon immer ein Traum aber auch eine nie enden wollende Geschichte), aber auch andere Träume ähnlicher Art (besonders der Bau eines Krankenhauses) werden seit Jahren geäußert.


3 - Art und Größe des geplanten Hafens

Seit Beginn der Verhandlungen spielt die Größe des Hafens eine wichtige Rolle:“ Die in Schanghai ansässige Gesellschaft China-Shipping hat bis jetzt in diesem Jahr zwischen 800.000 und 1 Millionen Containern im Mittelmeer verschifft“. [YEN, 1. November 2005]
Diese Aussagen wurden einige Tage später im Brief von Herrn Li Kelin an Herrn Kefalogiannis bestätigt, wobei der chinesische Geschäftsmann ebenso das Interesse seiner Gesellschaft an einem Container-Umschlagplatz in Timbaki bekräftigt. Nach [Patris] und [Nea Kriti, 17. August 2006], soll es möglich sein, im Hafen drei Schiffe, von denen ein jedes ungefähr 300-370 Meter lang und in der Lage ist, bis zu 10.000 Container zu transportieren, gleichzeitig abzufertigen.
Nach anderen Quellen (www.antiport.de) erscheint diese Zahl im Hinblick auf den tatsächlichen Containerverkehr nicht realistisch zu sein. Drei Schiffe mit einer Ladung von 10.000 Containern stellen eine sehr hohe Verkehrsdichte dar (und würden dabei die in den Zeitungen genannte Anzahl von jährlich umgeschlagenen 2 Millionen Containern deutlich übersteigen).
Die notwendige Wassertiefe von 16 bis 17 Metern erfordert weitreichende Aushebungsarbeiten, falls nicht ein Teil des Hafens weit außerhalb der Küste entstehen soll. Die beiden Molen sollen 4 km lang sein (3 km gegen den Wind  und 1 km dem Wind abgewandt). Auch wurde von 1.2 km langen Kaimauern gesprochen. Die Gesamtfläche soll 850 ha betragen (Quelle: [YEN, 8. Mai 2006]).
Die in der Zeitung „Nea Kriti“ genannte Flächenangabe von 100.000 Hektar scheint hingegen unwahrscheinlich. Nach Angabe von antiport werden für einen Umschlag von ca. 2 Mio. TEU (Container) etwa 100 - 120 Ha reine Hafenfläche (Lagerfläche ohne Hafenbecken) benötigt.
Die Kosten für die Infrastruktur (ohne Gerätschaften): 500 Millionen Euro.
Nach Angaben des Ministerium für Handelsschiffahrt2 (FAZ vom 4. September 2006) sollen täglich rund um die Uhr 50 Schiffe be- und entladen werden. Diese Angaben bezweifeln jedoch die Experten von antiport ebenfalls.

Diese beiden Grafiken, veröffentlicht vom [YEN, 10. November 2006] (Klick auf die Grafik, um sie zu sehen) werfen mehrere Fragen auf, da wenig Informationen über die Art des Hafens gegeben werden:

- Handelt es sich hier um einen reinen Containerumschlaghafen oder beinhaltet er auch einen Handels- und Passagierhafen?

- Welche Größe hat das Projekts? Der dargestellte Hafen hat ungefähr eine Größe von 140 ha ohne das Hafenbecken, und mit diesem ein Größe von 270 ha. Dies stimmt nicht mit der offiziell genannten Größe von 850 ha überein. Wenn diese 850 ha den Militärflughafen einbeziehen, warum ist dies nicht auf der Karte dargestellt?

Nach Einschätzung von www.antiport.de ist dieser Hafen für Schiffe mit einer Länge von 350m geplant, was eine kleinere Länge ist, als die asiatischen (deren große Containerschiffe sind ca. 420 m lang).
Dies wird ebenfalls durch die Anzahl der auf der Grafik vorgesehenen Kräne ersichtlich (fünf bis sechs Kräne werden für diese großen Containerschiffe benötigt).


4 - Eine Freihandelszone?

Im April 2006 erfährt die Bevölkerung aus der lokalen Presse
[Patris], dass mit dem Containerhafen eine Freihandelszone entstehen soll. Das bedeutet " Anreize für ausländische Investoren [...], unter anderem Zollvergünstigungen, billige Arbeitskräfte, ausgebaute Infrastruktur, Steuerbefreiungen und die politische Stabilität der Freihandelszonen. Oft werden auch best. Gesetze außer Kraft gesetzt, wie z.B. aus dem Umweltrecht oder Arbeitsrecht." [zitiert aus wikipedia; weitere Informationen siehe dort]
Am 17. August 2006 werden diese Pläne in der Nea Kriti präzisiert. Jetzt wird von der griechischen Seite erklärt, dass nun auch Produktionsstätten, Ent- und Verpackungsanlagen einschließlich Wohngebäuden usw. geplant werden.
Einzelteile würden dann vermutlich angeliefert und zum fertigen Produkt zusammengesetzt, um dann als "made in Europe" verkauft zu werden.
Nach unserem Wissen, sind Freihandelszonen in europäischen Ländern nicht erlaubt. Trotz dessen, bringen wir hier als ein interessantes Beispiel für die möglichen Auswirkungen, die eine solche Freihandelszone haben könnte, die italienische Stadt Prato, einstige Hauptstadt der italienischen Textilindustrie. Inzwischen arbeiten dort Chinesen in chinesischen Unternehmen zu chinesischen Löhnen unter chinesischen Bedingungen.
Die Waren erhalten jedoch das Etikett „Made in Italy“. Neben der preiswerten Produktion gibt es den weiteren Vorteil, dass lange Wartezeiten auf Produkte aus Billiglohnländern ebenso entfallen wie Einfuhrzölle. Die Arbeitsbedingungen entsprechen aber den europäischen Standards in keinster Weise, erinnern eher an Sklaverei. Auch entstehen chinesische Ghettos, die nur eingeschränkt am öffentlichen Leben (Geschäfte, Restaurants, Dienstleistungen, ...) vor Ort teilhaben. Denn alles was in "Chinatown" gebraucht wird,  Nahrung, Kleidung, Dinge des täglichen Leben,  wird eingeführt. Inzwischen allerdings denken auch die nun in Prato ansässigen chinesischen Unternehmen darüber nach, in China produzieren zu lassen – es ist billiger.


5 - Wer profitiert von einem Containerumschlaghafen?

Aus den bisher veröffentlichten Verhandlungen wird deutlich, dass Griechenland sowohl für den Bau als auch den Betrieb des Containerhafens Investoren sucht. Aber nur wer in die Infrastruktur des Standortes investiert, bekommt auch Hafenpacht. Wenn Griechenland also die Kosten für die Infrastruktur übernimmt(es wurden 500 Millionen Euro genannt), erhält es Pacht für den zur Verfügung gestellten Standort und für die Fläche von 850 ha, muss aber dann auch für die Instandhaltung aufkommen. Diese Rechnung geht in der Regel nicht auf. Die Kosten übersteigen die Einnahmen.
Der Betreiber des Hafens verdient am Containerumschlag und der damit verbundenen Logistik, d.h. der weiteren Verteilung der Container zu Wasser und zu Land. (Quelle:
www.antiport.de).
Bei einem Besuch in den Gemeinden Timbaki und Mires am 26.12.06 erklärt Herr Kefalogiannis, dass Griechenland bereit und fähig sei, 51% der Investitionen für die Infrastruktur zu übernehmen. Das lässt den Schluss zu, dass eine GmbH oder Holding Gesellschaft vorgesehen ist.
Bei dem selben Besuch spricht Herr Kefalogiannis über die Schaffung von 800 neuen Arbeitsplätzen für Timbaki und Mires. Von welcher Art diese Arbeitsplätze sein sollen bzw. wie sich die Anzahl zusammensetzt, wird nicht näher angegeben. In vergleichbaren Häfen stehen deutlich weniger Arbeitsplätze zur Verfügung. Abhängig vom System werden in einem halbautomatischen Containerhafen ca. 300 Arbeitskräfte gebraucht, in einem vollautomatischen 79. (Das sind die Zahlen von Hamburg Altenwerder; Angaben von Antiport)
Zusätzlich zu den Hafenarbeitsplätzen schafft der Logistikbereich Arbeitsplätze, die jedoch nicht vor Ort sein müssen (Information von www.antiport.de).
Da in Zukunft noch größere Containerschiffe zu erwarten sind (es ist bereits von 12000 - 14000 TEU die Rede) wäre für die Betreiber solcher Super-Jumbos der Standort Kreta für ein solches Drehkreuz in jedem Fall interessant, da diese Schiffe wegen ihrer Größe und Lademenge nur bedingt Häfen im europäischen Raum anlaufen können. Die Container würden in Timbaki auf kleinere sogenannte Feeder-Schiffe umgeladen werden, die dann die weiteren Zielhäfen anlaufen. Das Containergeschäft kann dadurch erheblich billiger und damit für die Betreiber profitabler werden.


6 - Reaktionen

Ende November 2005 findet ein erstes Treffen der Bewohner von Timbaki und Umgebung statt. Es wird immer wieder betont, dass offizielle Informationen über Größe und Typ des Hafens fehlen. Die wenigen inoffiziellen Informationen stammen aus der lokalen Presse. Und auch die Gemeinde von Timbaki gesteht ihre Unkenntnis bezüglich der Hafenplanung ein.
Das Wenige an offiziellen Informationen lässt sich auf der Webseite des Ministeriums für Handelsschiffahrt (
www.yen.gr) nachlesen, doch haben in der Region viele Leute noch keinen Internetzugang. Die Internetinformationen des Ministeriums zeigen aber, dass das Projekt weit entfernt ist von einem, kommerziellen Hafen, den sich ein Teil der Bevölkerung wünscht. Alle Bewohner der Region drücken darüber hinaus ihre Sorge aus, ein reiner Containerumschlaghafen werde die örtliche Ökonomie, die hauptsächlich aus Landwirtschaft und Tourismus besteht, zerstören.
Eine Kommission wird unter der Leitung des Bürgermeisters (Michael Marakomichelakis) von Timbaki gegründet. Ziel ist es, den Minister zu treffen und Informationen für die Bevölkerung zu erhalten. [Patris, 17 Dezember, 2005].
Am 14. Mai 2006 findet eine zweite öffentliche Veranstaltung in Timbaki statt. Wieder wird das Fehlen offizieller Informationen beklagt. Weiterhin zeigt sich die Bevölkerung beunruhigt, dass die Planung schnell und auch konkret voranzuschreiten scheint, ohne dass die Einheimischen und die örtlichen Behörden zur Beratung hinzugezogen werden.
Im folgenden lösen sowohl der Besuch einer koreanischen Delegation als auch die Unterzeichnung eines Memorandums zwischen Griechenland und Korea zur Entwicklung eines Hafens in Timbaki (August/ September 2006) eine Reihe von intervenierenden Reaktionen aus, darunter folgende:

- Gründung einer Komission ("Επιτροπή φορέων του Δήμου Τυμπακίου" / Kommission der Verbände Timpaki)
- Zeitungsartikel in der heimischen und ausländischen Presse (besonders in Deutschland)
- Drei Schreiben der „Stiftung Europäisches Naturerbe“ an den Minister für Handelsschiffahrt, Manolis Kefalogiannis und andere Ministerien, sowie Investoren.
- Presseerklärung „Naturidyll auf Kreta bedroht" der „Stiftung Europäisches Naturerbe“ (www.euronatur.org)
- Einrichtung zweier Online Petitionen
- und mehrere Internet-Seiten:
www.no-container-port-in-timbaki.net
www.timbakiprotest.net
www.kein-containerhafen-in-timbaki.com

Die Urheber dieser unterschiedlichen Initiativen sind Bewohner dieser Gegend, eingebunden in Tourismus und Landwirtschaft, Archäologen (das betroffene Gebiet ist Herz der 3800 Jahre alten minoischen Geschichte Kretas), Liebhaber Kretas, ökologische Verbände (www.ecocrete.gr) oder einfach Einheimische, die vor den zerstörerischen Folgen, die dieser Hafen für die örtliche Ökonomie, die Umwelt, die Kultur und die Lebensqualität haben könnte, Angst haben.
Fragen und Sorgen der örtlichen Bevölkerung und das Fehlen offizieller Informationen, obwohl das Projekt "unaufhaltsam angeschoben" sei, werden in der Presse erwähnt in [Ethnos, 9 September 2006].


7 - Chronologische Übersicht

23. Juni 2005: Herr
Kefalogiannis, griechischer Minister für Handelsschiffahrt, trifft Herrn Li Kelin, Vorsitzender der China Shipping Group und Präsident der CSCL1. Während dieses Treffens wird zum ersten Mal der Bau eines neuen Hafens und eines Containerumschlag-Zentrums erwähnt. [Quelle: CSCL]

1. November 2005: Herr Li Kelin und seine Delegation kommen nach Kreta und besuchen, begleitet von Herrn Kefalogianni, die Region von Timbaki. Zu dieser Zeit wird klarer, von welcher Art die Vorstellungen des Ministers sind, da das Containerumschlag-Zentrum (διαμετακομιστικό κέντρο) ausdrücklich erwähnt wird. [quelle: YEN].
Gleichzeitig beantragt die griechische Regierung einen Kredit in Höhe von 3 Milliarden Euro von der Europäischen Entwicklungsbank für griechische Häfen (nicht nur für Timbaki). ([Quelle 1.] und [Quelle 2.]).

Mitte November 2005: Die örtlichen Bewohner erfahren zum ersten Mal durch das Lokalfernsehen von einem geplanten Containerumschlag-Zentrum in Timbaki mit einer jährlichen Umschlagkapazität von einer Million Container.

22. November 2005: Erste Berichte in den Lokalzeitungen der Messara: "Antilalos" und "Apopsi tou Notou".

23. November 2005: Erstes Treffen der einheimischen Bevölkerung, um die Problematik zu diskutieren (s. Reaktionen).

Dezember 2005: Bürger der Region gründen eine Kommission ("Επιτροπή φορέων του Δήμου Τυμπακίου" / Kommission der Verbände Timpaki) und bestimmen den Bürgermeister (Michael Marakomichelakis) von Timbaki, den Minister zu treffen und Informationen einzuholen. ([Quelle: Patris]).

26. Dezember 2005: Herr Kefalogiannis besucht die Region, verspricht blühende Landschaften und sieht im Hafen eine "goldene Chance". Dieser Hafen soll riesig werden und viele Investitionen nach sich ziehen, Landwirtschaft und Tourismus wären nicht mehr die Einnahmequelle der Gegend, sondern der Hafen und seine Industrie, z.B. Nokia, und die Errichtung einer „Freihandelszone“.

27. Dezember 2005: Berichte über den Besuch des Ministers in der Region erscheinen in der Lokalpresse. (Apopsi tou Notou).

20. Januar 2006: Herr Karamanlis, griechischer Premierminister, besucht China. Eine allgemeine Vereinbarung wird unterschrieben. In dieser wird die Absicht erklärt, im ökonomischen Bereich zusammenzuarbeiten. Die Entwicklung von Häfen wird ausdrücklich genannt. ([Patris]).

Am nächsten Tag, berichten große griechische Zeitungen, ([Ethnos, 21 Januar 2006], [To Vima, online 22. Januar 2006] und [To Vima, 22. Januar 2006]) über den Besuch Karamanlis in China und erwecken den Eindruck, dass China lediglich an dem Ausbau der bereits bestehenden Häfen von Thessaloniki und Piräus interessiert sei. Daraufhin wird allgemein angenommen, dass die Pläne für die Errichtung eines Containerumschlag-Zentrums auf Kreta (Timbaki) aufgegeben wurden, weil mehr Interesse an schon existierenden
Häfen in Piräus und Thessaloniki besteht. (auch: [Kathimerini, 17. März 2006]).
Zur gleichen Zeit wird der beantragte Kredit in Höhe von 3 Milliarden Euro von der Europäischen Investitionsbank bewilligt. Ebenso wird die Größe des Projekts bestätigt. ([Patris, 27. Januar 2006]).

25. Januar 2006: Anfrage des Abgeordneten Jiannis Dragasakis an den Verkehrsminister und den Minister für Handelsschiffahrt zu den Plänen der Errichtung eines Containerhafens in Timbaki.Antwort: "Es gibt ein großes Interesse von China und von den chinesischen Firmen für die Entwicklung gemeinsamer Investitionen mit Griechenland und die Errichtung eines neuen Hafens auf Kreta, der die Größe des Hafens von Piräus haben wird“. ([Quelle: Ecocrete])

8. Mai 2006: Herr Kefalogiannis und Leute der Hafenbehörde Heraklion (ΟΛΗ) sind wieder in Timbaki: sie werden begleitet von Vertretern der Dubai Port World. 3 ([Quelle: YEN]).

14. Mai 2006: Erneute öffentliche Bürgerversammlung im REX (Kino in Timbaki), einberufen von der Kommission (Επιτροπή), die sich im Dezember bereits konstituierte. Sie setzt den Bezirks-Bürgermeister als Vorsitzenden ab, da er sich nicht um eine zuverlässige Information der Bevölkerung bemühte. Daraufhin erklärte dieser, in jedem Fall eine Volksabstimmung entscheiden zu lassen. Die Teilnehmer der Veranstaltung äußern ein klares "Nein" zu dem Containerhafen-Projekt, einige sprechen sich aber wiederum für einen Hafen aus, der griechischen, insbesondere regionalen Interessen dienen solle, was mehrheitlich Zustimmung findet.
Das Fehlen von offiziellen und präzisen Informationen wird weiterhin sehr beklagt und beanstandet.

Einige Tage später trifft Herr Kefalogiannis Vertreter des örtlichen Bauernverbandes. Er erklärt, dass er die Angst der Bauern, einheimische Produkte könnten vom Markt gedrängt werden, nicht teile.
Schließlich erklärt der Minister, dass er bereit sei, den Hafen an einer anderen Stelle zu bauen, wenn "sie [die Leute vor Ort] ihn nicht wollen". ([Patris]).

1. Juni 2006: Anfrage im Parlament von Frau Schinaraki, Abgeordnete der PASOK (Partei griechischer Sozialisten). Darin erklärt sie, dass sie einen Hafen begrüßen würde, der der Fischerei, dem Handel und Tourismus der Region nützt, sie spricht sich gleichzeitig vehement gegen ein geschlossenes Container-Transitzentrum aus, das den Bürgern die kalte Schulter zeigen würde. Auch hebt sie das Fehlen offizieller Informationen für die Bevölkerung auf Gemeindeebene hervor. Herr Kefalogiannis hingegen erklärt, dass er diese Informationen bereits an die Gemeindebüros von Timbaki und Mires weitergeleitet habe. Weitere Informationen würden folgen, wenn die Studien konkrete Ergebnisse erbracht hätten. Den ehemaligen Militärflughafen von Timbaki hält der Minister für eine Möglichkeit, örtliche Produkte schneller zu exportieren, und für Timbaki sieht er eine Stadtentwicklung auf dem Niveau von Rethymnon voraus, auch könnten Timbaki und Mires zu einer einzigen Großstadt zusammenwachsen..
Abschließend erklärt Herr Kefalogiannis, dass es für dieses Containerhafen-Projekt ein großes Interesse seitens ausländischer Investoren ("Große Spieler") gäbe. [Quelle].

26. Juli 2006: Premierminister Kostas Karamanlis trifft den Präsidenten der COSCO Gruppe. Offiziell war dieses Treffen wohl eher ein diplomatisches Ereignis.(Taufe eines COSCO Schiffes mit dem Namen: COSCO Hellas. Es wird als das zur Zeit größte Containerschiff vorgestellt).

1. August 2006: Grünes Licht für eine zivile Nutzung des Militärflughafens von Timbaki. ([Patris]).

16. August 2006: Herr Kefalogiannis besucht erneut Timbaki, jetzt mit koreanischen Interessenten, potentiellen Investoren und Regierungsabgeordneten. Im Gegensatz zu den chinesischen Investoren sind die Koreaner auch daran interessiert, den Hafen selbst zu bauen. Das Projekt scheint etwas konkreter zu werden. [Patris, 17. August 2006] und [Nea Kriti, 17. August 2006].

1. September 2006: Herr Kefalogiannis unterzeichnet mit dem koreanischen Minister für Seefahrt und Fischerei Sung-Jin Kim (www.momaf.go.kr) ein Memorandum, das aus einer Vereinbarung zwischen den beiden Ländern besteht, Wissen und Informationen bezüglich der Entwicklung des Hafens von Timbaki auszutauschen.

4. September 2006: Die deutsche "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet unter der Überschrift „Naturschutz im Kriechgang“ über das Hafenprojekt und löst weitere Aktionen aus.

6. September 2006: Die Kommission tagt erneut und will nun Widerstand formieren. Die örtlichen politischen Vertreter sind vor allem darüber empört, dass sie über die Unterzeichnung des Memorandum nicht offiziell und direkt vom Ministerium informiert wurden, statt es aus der Presse zu erfahren. [Apopsi tou Notou 12.09.06.]

Am selben Tag: Anfrage im Parlament von Manolis Stratakis zu den Plänen der Regierung nach der Unterzeichnung des Memorandums mit den Koreanern. ([Quelle: PASOK] und [Patris, 7. September 2006]) Antwort: Es gibt Informationen, wenn es konkretere Pläne gibt. (Apopsi tou Notou 3.Oktober 2006)

11. September 2006: Herr Kefalogiannis trifft den chinesischen Verkehrsminister. Offiziell werden keine neuen Informationen bekannt ([YEN] und [YEN]).

Am selben Tag: Stavros Arnaoutakis EU-Abgeordneter (PASOK) des Bezirks Heraklion, stellt eine schriftliche Anfrage (P-3975/06) an die Kommission der EU.

18. September 2006: Der koreanische Botschafter ist in Timbaki. Offiziell wird nur bekannt, dass die Koreaner eine eigene Studien erstellen möchten. Die inoffizielle Äußerung des Ministers, wiedergegeben in Erklärungen der Hafenbehörde von Heraklion, waren "wenn die Einheimischen das Projekt nicht möchten, machen wir es woanders. Aber das ist keine Lösung und sie werden eine große Chance verpassen." ([Quelle 1], [Quelle 2], [Quelle 3]). Im selben Artikel versucht die Behörde an die bis heute unerfüllten Wünsche der Südkreter (gute Straßenverbindung mit Heraklion, Krankenhaus...) anzuknüpfen als Argumente für die Notwendigkeit eines Container-Umschlagplatzes in Timbaki - obwohl keine einzige offizielle Verlautbarung erkennen lässt, dass dieser Hafen eine solche Entwicklungen für die Region mit sich bringen würde.

Am selben Tag unterrichtet die Hafenbehörde von Heraklion (OΛH), sowie weitere Personen der Verwaltung von Heraklion, den Gemeinderat von Timbaki. Jetzt erst wird klar gesagt, dass es sich bei diesem Hafenvorhaben um einen reinen, geschlossenen Containerhafen handeln wird. "Für einen anderen Hafen gibt es keine Investoren".
Man solle jetzt allerdings schon damit beginnen, neue, große Hotels zu bauen, da nun Touristen aus China und Korea in die Region kämen. (Apopsi tou Notou 19.09.06, Apopsi tou Notou 19.09.06)

19. September 2006: Die Apopsi tou Notou 19.09.06 berichtet über den Besuch des koreanischen Botschafters in Timbaki. Es wird erwähnt, dass die Koreaner mit eigenen Studien selbst prüfen wollen, ob sich die Investition lohnen und sie ihr Interesse aufrecht erhalten wollen.

5. Oktober 2006: Herr Kefalogiannis wird von der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in die offizielle Vertretung der EU in Athen geladen. Ein Teil dieser Besprechung war die Unterrichtung der griechischen Regierung, bezüglich der Vereinbarungen mit zukünftigen Investoren, dass EU-Regeln eine öffentliche Ausschreibung unter allen interessierten Investoren vorschreiben, besonders wenn hier ein Seeweg als "Tor für Asien nach Europa" errichtet werden soll. [YEN, 5. Oktober 2006]
Nach Angaben der "Griechenland Zeitung" (8. November 2006) sind die mit den ausländischen Investoren gemachten Pläne (bezüglich der Privatisierung der Häfen von Thessaloniki und Piräus) damit von Frau Neelie Kroes durchquert worden. Nun ist unklar, ob für die geplante Privatisierung der Häfen im nächsten Jahr eine Ausschreibung stattfinden wird und ob überhaupt Börsenanteile verkauft werden.
Das bedeutet, dass nach den europäischen Richtlinien auch für Timbaki eine Ausschreibung unter allen möglichen Investoren stattfinden müßte.

13. Oktober 2006: Im Namen der europäischen Kommission antwortet Frau Danuta Hübner [Quelle], Kommissarin für Regionalpolitik, auf die schriftliche Anfrage (P-3975/06) des EU Abgeordneten Stavros Arnaoutakis. Diese Antwort betont, dass die Kommission nicht offiziell über die Pläne für einen Containerhafen in Timbaki informiert wurde und dass die Finanzierung des Projekts mit Hilfe der „Trans-European Network for Transport (TEN – T)“ nicht vorgesehen ist.Wegen des Mangels an präzisen Informationen in Bezug auf den Ort des vorgesehenen Hafens stellt die Beauftragte heraus, dass die Mündung des Geropotamos Flusses als ein Gebiet des besonderen Schutzes deklariert ist, unter der Direktive des Vogelschutzes (GR4310012). Die anderen Gebiete (GR431007 und GR 4310004) werden ebenfalls erwähnt. Es wird erwähnt, dass, bedingt durch die Existenz dieser geschützten Gebiete, die griechischen Autoritäten Studien ausführen sollten, die die Beeinträchtigung der örtlichen Umwelt durch ein solches Projekt ergründen. Diese Studien werden von den europäischen Kommissionen eingefordert. Darüber hinaus, um finanzielle Unterstützung von der EU zu erhalten, werden zusätzliche Dokumente von der griechischen Regierung, die Eingriffe auf die Umwelt betreffend, angefordert werden.

15. Oktober 2006: Kommunalwahlen in Griechenland. In Timbaki wird Michalis Marakomichelakis nicht wiedergewählt. Der neue Bürgermeister der Stadt heißt Antonis Charalambakis. In seinem Wahlprogramm erwähnt Charalambakis „die Entwicklung eines Handels- und Passagierhafens, das Tor des Südens, welcher den regionalen Planungen entspricht. Die Art von Hafen, welcher einen positiven Einfluss auf die Straßenentwicklung dieser Gegend haben wird und für die Gemeinde und die Bürger Gewinne mit sich bringt, und nicht ausländischen Interessen dient“. Wie herausgestellt wurde, wird ein solcher Hafen zur Zeit sowohl von der Bevölkerung als auch von den örtlichen Verbänden akzeptiert. Charalambakis fügt hinzu, dass solche Angelegenheiten „nur in Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden der Messara, aber auch mit den Nachbargemeinden des Verwaltungsbezirks Rethymnon (Kouroutes und Lambis) behandelt werden können“ (unsere Übersetzung).

20. Oktober 2006: Anfrage des Abgeordneten Manolis Stratakis ([Quelle]) an den Minister für Handelsschiffahrt zu den Hafenplänen.

Am selben Tag: berichtet die Zeitung „Imerisia“: „Bremse von der EU für den Hafen von Timbaki. „Gelbe Karte“ von der EU-Kommissarin Danuta Hübner (Kommissarin für Regionalpolitik) zu den Plänen des Ministers für Handelsschiffahrt zur Konstruktion eines Handelshafens in Timbaki“. ([Quelle]).

26. Oktober 2006: Schriftliche Anfrage E-4553/06 (Containerhafen bei der Stadt Tymbaki im Süden Kretas) von dem EU Abgeordneten Michael Cramer (die Grünen) an die Europäische Kommission.

4. November 2006: In Heraklion findet ein Treffen statt, dass Herrn Kefalogiannis, die alten und neuen Bürgermeister der Gemeinden in der Messara und offizielle Vertreter Heraklions zusammenführt. Die folgenden Informationen stammen alle aus [Antilalos, 7.11.2006], [Patris, 6.11.2006] und [Nea Kriti, 6.11.2006]. Während des Treffens legte Herr Kefalogiannis großen Wert darauf herauszustellen, dass, "wenn die Gemeinde den Hafen nicht will, wir das nicht machen werden". Er informierte auch darüber, dass:
- der Ort des vorgesehenen Hafens nach Westen hin verschoben wurde, und nun zwischen Kokkinos Pirgos und Agia Galini (vergleiche [Ort und geographische Aspekte] in der Sektion für Details) angesiedelt ist. Es wichtig sei zu erwähnen, dass diese Änderung des Ortes auch einen verwaltungstechnischen Aspekt beinhaltet, da nun ein Teil des Hafens in den Verwaltungsbereich von Rethymnon fallen würde.
- die Machbarkeitsstudien von griechischer Seite aus durchgeführt wurden, und dennoch beinhalten diese Studien nicht den Einfluss, den der Hafen auf die Umwelt und die regionale Wirtschaft nehmen würde.
- die Wahl der Gegend um Timbaki auch auf der Existenz des bestehenden Flughafens basiert, welcher nicht (wie vor einigen Monaten noch in den Zeitungen berichtet) zivil genutzt werden wird, aber der, wie der Minister versprach, dazu benutzt werden könnte, "die landwirtschaftlichen Produkte der Region in alle Welt zu exportieren". Der Flughafen könne als eine "Freihandelszone mit niedrigerer Besteuerung" fungieren. (Die Verbindung zwischen der zivilen und kaufmännischen Nutzung des Flughafens und dem Hafenprojekt wurde nicht ersichtlich. Warum bedarf es eines Containerumschlagplatzes, um den bestehenden Flughafen für zivile Zwecke zu nutzen?)
- der Hafen einen Passagierhafen beinhalten dürfte, aber keine Marina [Antilalos, 7.11.2006]. (Diese Information muss bestätigt werden, da, laut [Patris, 6.11.2006] Frau Schinaraki "ernste Zweifel über die Durchführbarkeit eines Projekts ohne Touristen- oder Passagierhafen" äußert. In dem selben Artikel wird berichtet, dass Herr Kafalogiannis sagte, ein Passagierhafen sei nicht möglich, da es kein Interesse an einer Schiffsverbindung für Passagiere Richtung Afrika gebe).
- in keinem Fall Chinesen oder Koreaner in dem Hafen arbeiten würden.
- Herr Kefalogiannis um eine schnelle und klare Entscheidung der örtlichen Bevölkerung bittet. "Die notwendigen politischen Entscheidungen sollen um Weihnachten dieses Jahres getroffen werden", erklärte er [Nea Kriti, 6.11.2006]. Abgesehen davon wirft die Idee einer Volksabstimmung, die bis zum Ende dieses Jahres durchgeführt werden soll, viele Fragen auf: Bezüglich des Gesetzes ist es nicht klar, ob eine Volksabstimmung zum gegenwärtigen Zeitpunkt durchgeführt werden kann [Patris, 6.11.2006]. Darüber hinaus, sollte diese regional oder inselweit durchgeführt werden?
Die Abgeordnete Schinaraki reagiert darauf wie folgt: "Der griechische Minister sagte nicht wirklich etwas Neues. Alles, was er hat, sind lediglich Gedanken. Es gibt keine Studien über den Nutzen oder irgendeine genaue Aussage; nur Absichtserklärungen. Wie könnten wir zu einem solchen Projekt "Ja" sagen?" Zusätzlich drückte Frau Schinaraki ihre Besorgnis über dieses Projekt aus, die Tatsache betreffend, dass es sich nicht um einen Touristen- oder Passagierhafen handeln werde.

10. November 2006: (Quelle: [YEN, 10. November 2006], [Antilalos, 14. November 2006] und [Nea Kriti, 11. November 2006]) Herr Kefalogiannis empfängt Repräsentanten und Bürgermeister des Bezirks von  Rethymnon (welche ein paar Tage zuvor protestiert hatten, weil sie bei dem Treffen mit dem Minister am 4. November "vergessen" wurden..). Sie stimmen dem Projekt nicht zu, da es nicht der Umwelt und dem Tourismus der Region nützt. Es wird betont, dass letztlich die lokale Bevölkerung über dieses Projekt entscheiden sollte. Auf jeden Fall sollten Studien über die Auswirkungen auf die Küste und ihre Bewohner gemacht und publiziert werden, bevor die lokalen Bewohner eine Entscheidung treffen.
Es wird klar ausgedrückt, dass das Projekt einen Handels- und Passagierhafen beinhalten soll, doch dies ist nicht aus den öffentlich publizierten Plänen des YEN ersichtlich. Darüber hinaus ist diese Aussage konträr mit der Erklärung von Herrn Kefalogiannis zu einem Handels- und Touristikhafen, eine Woche zuvor: "Dies ist nicht möglich, da kein Interesse an einer Verbindung nach Afrika besteht. Wir haben es mit Ägypten versucht, aber es hat nicht funktioniert. Und welch eine Tourismusentwicklung kann in einem Gebiet entstehen, das geschützt ist durch die Richtlinie NATURA? " [Patris, 6. November] (unsere Übersetzung).

14. November 2006: Die Zeitung "Apopsi tou Notou" veröffentlicht den Text von www.timbakiprotest.net.

16. November 2006: Nach Meldung der [Nea Kriti, 16. November 2006] soll an der Technischen Universität Heraklion eine vom YEN finanzierte Studie bezüglich der Umwelt-, sowie der ökonomischen und sozialen Verträglichkeit, sehr schnell bis zum 20. Dezember, erstellt werden. In dem selben Bericht wird erwähnt, dass nach dieser Studie eine Volksabstimmung stattfinden solle, wobei es nicht klar sei, ob diese nur lokal oder für den ganzen Verwaltungsbezirk Heraklion durchgeführt werden solle. Im Falle eines positiven Votums würde danach eine internationale Ausschreibung nach dem Modell von Thessaloniki und Piräus stattfinden (siehe unseren Bericht am 5. Oktober 2006).

Am selben Tag: In einer Versammlung der Präfektur Heraklion mit lokalen Vertretern für Umweltfragen, ist entschieden worden, dass in der nächsten Woche eine Reihe von Fragen definiert werden sollen, die vom Ministerium beantwortet werden sollten. Diese Fragen sollen dem YEN, den Abgeordneten, den Repräsentanten der Region von Kreta und den Präfekturen von Heraklion and Rethymnon übermittelt werden.

17. November 2006: Die Information über die Universität, die die Studie durchführen soll, wird "korrigiert": sie soll jetzt von der Technischen Universität Athen (Metsovio, [www.ntua.gr]), nicht von der Universität Heraklion, durchgeführt werden, was vor ein paar Tagen bei einem Treffen mit Herren Kefalogiannis und der Präfektur Heraklion entschieden wurde. [Nea Kriti]

21. November 2006: In der Lokalzeitung [Apopsi tou Notou] wird der  Besuch von Professoren der Universität Athen (Metsovio) in Heraklion für die "nächste Woche" angekündigt.

Am selben Tag: Volksversammlung in Agia Galini. Die Gemeine Lambis (Agia Galini) sagt ein absolutes "NEIN" zu der Entwicklung eines solchen Hafens. [Apopsi tou Notou 28. November 2006]

28. November 2006: Die Lokalzeitung [Apopsi tou Notou] zitiert Herrn Moutzouri, den Dekan der Technischen Universität Athen (Metsovio), nach dem Besuch in Kokkinos Pirgos: "Ich habe den Eindruck, dass ein solch großer Hafen, wie der, über den gerade nachgedacht wird, hergestellt und begutachtet werden kann auf eine Art und Weise, die den geringsten Einfluss auf die natürliche Umwelt, die Fauna und Flora erwarten lässt. Es gibt genug Möglichkeiten dass sowohl Gutachten als auch Herstellung darauf ihre Aufmerksamkeit richten".

1. Dezember 2006: [Quelle: Apopsi tou Notou, 5.12.2006] Eine Zusammenkunft der Kommission, Repräsentanten der örtlichen Vereinigungen (Bauern, Fischer, Kulturverbände etc.) und Leuten aus Agia Galini findet in Timbaki statt.
Die Gründung einer neuen Gruppe, "Bürgerbewegung zum Schutz der Umwelt und der Messara", wird angekündigt. Im Gegensatz zu der Kommission, deren erstes Ziel es war, offizielle Informationen über das Projekt zu erlangen, wird diese Gruppe darauf abzielen, konkrete Aktionen in Bezug zum Hafen durchzuführen, aber nicht nur. Auch sollen Leute aus Agia Galini beteiligt sein.
Die Studie (zur Zeit ausgeführt an der National Technical University of Athens) wird zuerst diskutiert. Es werden bezüglich deren Unabhängigkeit und Objektivität Zweifel angemeldet, da diese Studie vom Ministerium für Handelsschifffahrt finanziell unterstützt wird, und es erscheint, als sei sie ein Auftrag (Befehl) des Ministeriums. Die Fragen der Präfektur Heraklions, die diese beantworten sollte, werden ebenfalls kritisiert, da sie sehr allgemein gehalten sind und keine Klarheit über die Art des Hafens verschaffen: ein Passagier- und Handelshafen wird erwähnt, obwohl die offizielle Erklärung der YEN klar nur von einem Container-Umschlaghafen spricht.
Die Fragen von Agia Galini sind präziser und stellen die Zerstörung sämtlicher touristischer Aktivitäten deutlich heraus. Es wird betont, dass von YEN 700 Arbeitsplätze in Verbindung mit dem Hafen versprochen wurden - eine deutlich geringere Zahl als zur Zeit durch den Tourismus zur Verfügung steht.
Die Bauern der Gegend drücken ihre Zweifel darüber aus, dass der Export der ländlichen Produktion durch Container, und allgemein dieses Projekt, überhaupt einen Nutzen für diese Gegend haben würde. Auch wird die durch das Projekt entstehende Luftverschmutzung hervorgehoben, besonders in Verbindung mit den Investitionen im Bereich eines biologischen Anbaus in der örtlichen Landwirtschaft.
Die Repräsentanten der örtlichen Fischer drücken ebenfalls ihre große Besorgnis aus. Sie geben zu bedenken, dass ihr Berufszweig nicht überleben wird, besonders auf Grund des riesigen Raums, den der Hafen im Meer einnehmen wird, und die daraus resultierenden Konsequenzen, die der Bau auf die Seetiefe in den Zonen der gesetzlichen Fischereigebiete haben wird.
Die Kommission betont die ständigen Änderungen in den offiziellen Erklärungen bezüglich Größe, Rolle und Art des Hafens.
Es wird auch herausgestellt, dass in Bezug auf das riesige natürliche Potential der Gegend (Klima, Strände, fruchtbarer Mutterboden, reichhaltiges Meer, etc.) die Messara ein idealer Ort ist, um eine bewahrende Entwicklung im Bereich Tourismus und Landwirtschaft zu fördern. Diese Art von Aktionen würde eine Lebensqualität und eine wirkliche Entwicklung bringen, die in keinster Weise mit den Auswirkungen eines Container-Umschlaghafens verglichen werden kann. Die Idee einer Anfrage bei der Regierung für eine Studie der Durchführbarkeit einer von der Regierung geförderten Entwicklung in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus in der Messara kommt auf.
Der Direktor des Museums für kretische Ethnologie erinnert an all die kulturellen und ökologischen Reichtümer der Gegend, welche sie zu einer der schlechtesten machen, um hier ein Industriegebiet zu installieren. Zusammenfassend betont er nachdrücklich die Tatsache, dass die Messara ein großes Potential habe und bereits Beschäftigung für weit mehr Leute zur Verfügung stelle, als der Hafen es jemals könne - und die meisten der jetzigen Arbeitsplätze würden mit dem Bau des Hafens verschwinden.

9. Dezember 2006: Das 5. Jahrestreffen des Netzwerks Ecocrete (aller kretitschen Umweltverbände) findet in Heraklion statt.
Im Anschluß veröffentlicht www.ecocrete.gr eine Resolution.

11. Dezember 2006: Antwort von Danuta Hübner auf die Schriftliche Anfrage E-4553/06 des deutschen EU-Abgeordneten (die Grünen) Michael Cramer an die Europäische Kommission.

12. Dezember 2006: Das Informative memorandum about the Messara plain and its surrounding area, in relation with the project of harbour installations, vom Forschungszentrum des Museums der kretischen Ethnologie wird in Lokalzeitung Antilalos veröffentlicht.

12. Januar 2007: Dimitris Tsaboulas, Assistent an der Nationalen Technischen Universität von Athen, kommt die Gemeinde Timbaki besuchen, für eine „erste Einschätzungen der Daten“. Er besucht ebenfalls das für den Hafenbau vorgesehene Gebiet [Apopsi tou Notou, 16. Januar 2007].

16. Januar 2007: Die Lokalzeitung [Apopsi tou Notou, 16.Januar 2007] kündigt an, dass eine Gruppe von Professoren der Nationalen Technischen Universität von Athen Timbaki am 22. Januar besuchen wird. Zu den Besuchern gehören Herr Moutzouris, Rektor der Universität, Herr Pozilos, Vizerektor der Universität, und Herr Markato, ehemaliger Rektor der Universität. Die Fachgebiete dieser Besucher beinhalten Transportwesen, Umwelt und Chemie.
Laut [Patris, 19. Januar 2007], werden sie sich zuerst um 9.30 Uhr in Heraklion treffen. Dann werden sie nach Kokkinos Pirgos fahren, um dort “mit der Gemeinde und den Bürgern das wichtige Thema zu diskutieren”, so Frau Schinaraki.
Die selbe Quelle informiert, dass das YEN auch eine eigen Studie durchführt. Drei Studie sind also in Arbeit: von den koreanischen Investoren, von der Nationalen Technischen Universität von Athen und vom YEN.

19. Januar 2007: (Quellen: [Patris, 19. Januar 2007] und [Patris, 20. Januar 2007]) Zwei Ökonomen und zwei Technologen des koreanischen Instituts für Schiffahrts- und Seefahrtsforschung sind in Griechenland. Sie treffen Herrn Kefalogiannis und kommen dann nach Timbaki, begleitet von Leuten der OLH. Das Ziel dieser Reise besteh für die Koreaner darin, Informationen zur Durchführung ihrer eigenen Studie für das Projekt zu erhalten. Die Hafenbehörde Heraklion (OLH) erklärt: ”Wir werden ihnen alle Informationen geben, die sie wollen, den griechischen Plan, die technischen Details. Alles, wonach sie fragen, wird ihnen zur Verfügung gestellt.” Während ihres Besuchs stellen die Koreaner viele Fragen an die Leute der OLH. Sie besuchen das Gebiet für den geplanten Hafen, aber auch den Militärflughafen in Timbaki.
Die koreanische Gruppe triff auch Frau Schinaraki, Vorsitzende des Regierungsbezirks Iraklion. Frau Schinaraki fragt nach, warum genau die koreanische Gruppe diesen Besuch abstattet und worin ihre Intentionen liegen. Sie erinnert daran, dass der Bezirk Iraklion in die Pläne involviert ist, informiert werden muss und an den Diskussionen teilnimmt. Sie erklärt, dass “wir den koreanischen Investoren unseren Standpunkt und unsere Position mitgeteilt haben: Wir wollen eine Entwicklung, die die Umwelt und die die Bürger respektiert.” Sie erklärt ebenfalls ihre “Zurückhaltung den Bau des Hafens für einen “geschlossenen Verein” im Süden zu betrachten, da dies nicht den Interessen bezüglich einer Entwicklung in der Region entspricht.”

22. Januar 2007: (Quellen: [Patris, 23. Januar 2007], [Patris, 23. Januar 2007], [Patris, 23. Januar 2007], [Patris, 23. Januar 2007], [Patris, 23. Januar 2007]); Während des Besuchs der Professoren der Nationalen Technischen Universität von Athen (NTUA) findet ein öffentliches Treffen in Timbaki statt. Das Treffen versammelt fünf Mitglieder des NTUA Teams. Frau Schinaraki, die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden (Timbaki, Mires, Gortina, Kouroutes, Lambis) und Repräsentanten der OLH. Die Öffentlichkeit wird durch einfache Bürger der Region hergestellt, die zumeist gegen das Projekt sind (auch Mitglieder von Ecocete, die Kommission und andere örtliche Vereinigungen). Flugblätter gegen den Hafen werden verteilt und ein Banner gegen das Projekt, mitgebracht von Leuten aus Agia Galini, wird über dem Eingang aufgehängt. 
Die fünf Professoren benennen das Ziel ihres Besuchs: konkrete Informationen über das Gebiet zu erhalten und die Fragen der lokalen Bevölkerung zu hören. Sie erinnern auch noch einmal an das Ziel der Studie: den Einfluss eines Containerhafens auf das Gebiet von Timbaki festzustellen. Dann beschreiben sie ihre Fachgebiete, stellen ihre Unabhängigkeit deutlich heraus und zielen offensichtlich darauf ab, das Vertrauen der Zuhörerschaft zu erlangen. Die Studie wird in 30 bis 40 Tagen fertig sein.
Jeder Bürgermeister wird dann dazu aufgefordert seine Meinung zu äußern. Herr Charalambakis, Bürgermeister von Timbaki, erklärt: ”Wir alle wollen Entwicklung – eine Entwicklung, die den Interessen der Einwohner dient und die Veränderungen bringt, die deren tägliches Leben verbessert.” Herr Charalambakis erinnert daran, dass das Thema eines Hafens im Süden Kretas schon seit langer Zeit diskutiert wird, unter dem Namen “Südtor”, aber das die Idee einen Touristen- und Handelshafen beinhaltet und keinen Containerumschlagplatz.
Herr Tatarakis, Bürgermeister von Lambis ( Bezirk Agia Galini) erinnert zuerst daran, dass zwei Drittel des Projekts in seine Gemeinde fallen. “Wir sind nicht gegen Entwicklung und wir zielen nicht darauf ab, gegen jede Investition zu sein, aber [wir wollen], dass unsere Fragen beantwortet werden, sodass wir endlich verstehen, wer an diesem Projekt verdient.”, erklärt er. Er drückt dann seine Ängste bezüglich der Zukunft für das kleine Touristengeschäft des Gebiets aus, die lokale Landwirtschaft (in Bezug auf den billigen Import ausländischer Produkte) und die Fischerei. Zum Schluss verkündet er offiziell, dass die Gemeinde von Lambis bereits beschlossen hat, gegen das Projekt zu kämpfen. Die letzte Bemerkung wird von den Anwesenden mit starkem Beifall begrüßt.
Anscheinend haben die fünf Professoren der NTUA auch Agia Galini besucht und erklärt, dass ein solches Projekt für diese Gegend nicht geeignet sei (letztere Information und Bild aus dem Diskussionsforum http://www.agiagalini.org).

27. Februar 2007: Herr Kefalogiannis trifft Frau Schinaraki. Es wird verlautbart, dass die Studie der NTUA, genauso wie die der  Koreaner, nun Mitte März erwartet wird. Wir haben keine Informationen über Reaktionen und Fragen von Frau Schinaraki [Antilalos, 6th March 2007].

1. März 2007: Die Tageszeitung „Patris“ veröffentlicht einen Brief von Sung-Jin Kim (koreanischer Minister für  Seefahrt und Fischerei) an den griechischen Minister für Handelsschiffahrt Manolis Kefalogiannis, in dem er ihn dazu drängt, das Projekt schnell voranzutreiben.
In dem Brief wird ebenfalls erwähnt, dass die Koreaner an der Entwicklung des Informationssystems für den Containerumschlaghafen interessiert sind (daran teilnehmen wollen?). Quelle: [Patris, 1. März 2007]

18. März 2007: Die Bürgerbewegung der Messara für den Umweltschutz organisiert einen Workshop im Museum für Kretische Volkskunde in Vori  Das Thema des Treffens, bei dem Professoren unterschiedlicher Fachbereiche teilnehmen, lautet „Wert erhaltende Entwicklung in der Messara, Vision oder Utopie?" Das Programm der Veranstaltung kann hier (Englisch) eingesehen werden.






1 - China Shipping Container Lines, Tochtergesellschaft der China Shipping Group, logistische Dienste für Containerhafen-Holding-Gesellschaften (Lagerung, Verschiffung usw..)
2 - Das griechische Ministerium für Handelsschiffahrt wird oft nur "YEN" (Υπουργείο Εμπορικής Ναυτιλίας) genannt.
3 - Es ist nicht bekannt, dass diese Studien, d.h. Autoren, Art oder Inhalt veröffentlicht wurden.
4 - Dubai Port World ist eine der größten Holding-Gesellschaften für Hafenmanagement. Sie betreibt weltweit mehr als 100 Häfen.




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